DAS GESETZ DES LEBENS

 

 

2014

Still

 

Ausstellung der Hegenbarth-Stipendiatinnen Nancy Hammermeister und Alex Lebus in der Städtischen Galerie Dresden

 

 

DAS GESETZ DES LEBENS besteht hauptsächlich aus zwei Videos. Sie stellen Opfer und Täter gegenüber. WOLFSMILCHKIND entspricht dem Opfer und zeigt einen zwei Meter hohen Wolfsmilchkaktus der gegen ein Metallabzugsrohr gelehnt ist. Die weitere Umgebung sieht aus wie eine Endzeitkulisse aus Stein, Pappe und Metall. Auf den Kaktus wird mit Steinen geschossen. Hin und wieder wird er getroffen und beginnt weiße Milch zu bluten. Wenn nicht er getroffen wird, treffen die Steine die Metallwand, die ebenfalls immer mehr Wunden davon trägt. Dabei ensteht jedesmal ein blechernd hallender Ton.

Auf dem Video WOLFSMILCHKINDER das dieser Projektion gegenübersteht sieht man erst zwei sechsjährige Mädchen und mit der Zeit immer mehr Kinder, die mit Steinschleudern auf den Kaktus schießen. Die Kinder steigern sich immer mehr hinein. Irgendwann verlieren sie aber auch die Lust an diesem Spiel. Die Kinder sind hier als Täter dargestellt. Als Grundlage für diese Arbeit wurde ein Abschnitt aus dem Roman „Lámour fou“ von André Breton genommen.

 

LAW OF LIFE mainly consists of two videos. They confront victim and offender. SPURGE KID represents the victim and shows a spurge cactus, two meters high, leaned against a drainpipe from metal. The further environment looks like an apocalyptic scene consisting of paper, cardboard, and metal. The cactus is being shot at with stones. It gets hit from time to time and starts bleeding white milk. In case it does not get hit, the stones strike the metal wall which also gets increasingly wounded. Thereby, a reverberating tinny noise emerges every time.

In the video SPURGE KIDS, opposite from this projection, one can first see two six year-old girls and over time more and more children shooting at the cactus with slingshots. The kids work themselves up into it. At some point though, they loose interest in this game. Here, the children are depicted as offenders. As a basis for this work, a paragraph from André Breton's novel L'amour fou was used.

 

 

 

 

WOLFSMILCHKIND

 

 

2014

Film auf Monitor

12:11 min.

Städtische Galerie, Dresden

 

SPURGE KID

Film on Screen

WOLFSMILCHKINDER

 

 

2014

Film, Beamer-Projektion

5:55 min.

Steinschleudern

Städtische Galerie, Dresden

 

SPURGE KIDS

Film, Projection

slingshots

 

LUSTREGAL

 

 

2014

Spiegel, Konsolenhalterung, Spot, 125 × 25 cm

Städtische Galerie, Dresden

 

LUSTFRAME

mirror, mount, spot

 

 

LUSTREGAL ist ein länglicher Spiegel, bei dem rückseitig die Spiegelschicht so entfernt wurde, dass das handschriftlich geschriebene Wort LUST als nichtspiegelnde Fläche lesbar ist. Diese Glasscheibe wurde dann 45 Grad, mit der Spiegelschicht nach oben, als Regal an der Wand befestigt. Ein Spot wird von oben auf das Regal geworfen, dadurch wird das Wort Lust an die Wand gestrahlt und lesbar gemacht. Der nach unten geworfene Schatten des Wortes lässt ein schnörkeliges und unleserliches Bild entstehen. Der Effekt lässt sich durch Stärke des Lichtes und dessen Einfallswinkel variieren.

 

LUSTFRAME is an elongated mirror. The reflective layer of its backside has been removed in such a way, that the handwritten word LUST can be read in form of a non-reflective surface. As a shelf, this glass plate has then been attached to the wall at a 45 degree angle, reflective layer pointing up. From above, a spot is thrown onto the shelf, through which the word LUST is made readable and is projected on the wall. The shadow that emerges on the ground creates an ornate and unreadable image. The effect can be varied by intensity and the light's angle of incidence.

 

 

MUTTER

 

 

2014

Meißner Porzellanvase,

Haar der Mutter, Fimo, Sockel

10 × 10 × 10 cm

 

MOTHER

meissen porcelain, hair of mother, fimo, pedestal

 

 

Die Arbeit Mutter besteht aus einer zerbrochenen und geklebten Porzellanvase und

langen weißem Haar. Es ist das Portrait der Mutter.

 

The work MOTHER consists of a porcelain vase, which broke and has been glued back together; and of long white hair. It is the portrait of the mother.